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Auslandsstudium mit Behinderung


Studium mit BehinderungEin Auslandaufenthalt stellt Studierende mit Behinderung häufig vor außergewöhnliche Herausforderungen. Neben der Frage nach einer geeigneten Gasthochschule und deren Aussattung müssen die Studenten sich mit Formalitäten wie einer passenden Unterkunft, einer Betreuung oder Hilfestellung vor Ort oder Finanzierungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Lassen Sie sich von einem Studium mit Behinderung im Ausland nicht entmutigen. Mit der richtigen und frühzeitigen Planung und Unterstützung durch die richtigen Anlaufstellen, wird dieser Traum auch für Sie möglich!

Die Finanzierung

Alles lässt sich natürlich nie im Vorfeld planen. Die Finanzierung des Studiums im Ausland gehört jedoch zu den Dingen, die unbedingt vorab geklärt werden sollten. Ist kein Nachweis über eine ausreichende Liquidität gegeben, kann es zu Problemen mit dem Visum kommen und das Studium im Ausland ist nicht mehr gesichert.

Folgende Bereiche sollten finanziell abgedeckt sein:

  • Studiengebühren im Ausland
  • Mobilität
  • Lebenshaltungskosten
  • medizinische Kosten
  • Betreuungskosten
  • Krankenversicherung

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten sich seinen Auslandsaufenthalt zu finanzieren. Für Studierende mit Behinderung können beispielsweise auf Antrag der Hochschulen Zuschüsse gewährt werden. Der Betrag hängt vom jeweiligen Land ab. Desweiteren können sich Studierende seitens des DAAD um einen Familienzuschlag und ein Stipendium bemühen. In bestimmten Fällen ist es auch möglich einen Zuschuss für eine Betreuung vor Ort zu erhalten, wenn nachgewisen wird, dass diese unbedingt notwendig ist. Da die DAAD-Zuschüsse meist nicht alle Kosten abdecken, sollte man unbedingt auch private Stiftungen anfragen. Stiftungen wie die Willy-Rehbein-Stiftung oder die Stiftung zur Förderung körperbehinderter Hochbegabter können so gegebenenfalls ungedeckte Kosten übernehmen.

Hilfsmittel / eigene Ausstattung

Vor Antritt des auslandsaufenthaltes ist es unabdingar, alle Hilfsmittel, Gehhilfen oder fahrbaren Untersätze zu überprüfen. Sollte erwogen werden neue Hilfsmittel zu erwerben, wäre es von Nutzen, darauf zu achten, dass diese auch in den USA zu erhalten sind. Ein Transport des eigenen elektronischen Rollstuhls kann mit einer Versicherung sehr teuer sein. Zudem deckt diese etwaige Schäden beim Transport meist überhaupt nicht ab. Bei elektronischen Fahrgeräten sind die Bestimmungen in den USA häufig anders als in Europa. So kann es vorkommen, dass das Gerät erst umgebaut werden muss, sollte man es mit einführen wollen.

Krankenversicherung

Hier sind wir bei einem Thema angelangt, welches oft zum Problem werden kann. Viele Versicherungen übernehmen keine Kosten, die aus Folgen einer Behinderungen entstehen und vorab bekannt sind. Deshalb ist es ratsam sich über die Gruppenversicherung des DAAD zu versichern. Die meisten deutschen Krankenversicherungen haben außerdem kein Abkommen mit den USA, was das Ganze noch schwieriger macht. Kosten müssen zunächst vom Studenten getragen werden und werden nachträglich vom Versicherer erstattet. Da das schnell teuer werden kann, sollte man sich Gedanken über ein finanzielles Polster machen. Ein zinsloser Studienkredit in Höhe von 5000 Euro ist sicherlich ausreichend, um im Notfall abgedeckt zu sein. Für kleinere medizinische Behandlungen bieten die Universitäten in ihren medical centers in der Regel eine kostenlose Behandlung an.

Die Wahl der Universität

Da Studierende mit Behinderung besondere Bedürfnisse haben, sollten sie bei der Wahl der Universität auf Barrierefreiheit und Service achten. Die Internetpräsenzen der einzelnen Hochschulen sollten Auskunft darüber geben, welche Angebote es für Menschen mit Behinderung gibt. Es gibt natürlich Universitäten, die bekannt sind, einen besseren Service zu haben, die fachliche Neigung sollte aber auch nicht außer Acht gelassen werden.

Betreuung / Assistenz

Eigene Assistenten mitnehmen bedeutet zwar, dass man vertraut ist, kann aber sehr kostenintensiv werden. Gerade, wenn man mehr als einen Assistenten für die tägliche Betreuung und Hilfe benötigt. Für das Personal müssen schließlich auch Flüge und Unterkünfte bezahlt und koordiniert werden. Sinnvoller ist es, sich vor Ort eine Assistenz zu suchen. Informationen können bei den jeweiligen Hochschulen oder den CILs (Centers for Independent Living) eingeholt werden. Letzere verfügen über eigene Assistenzbörsen. Selbstverständlich sollte man sich mit der Wahl eines geeigneten Assistenten ein bisschen Zeit lassen und ihm auch vertrauen können.

Unterkunft

Über Unterkünfte informiert man sich am besten auch an den Hochschulen oder den CILs. Natürlich besteht die Möglichkeit ein eigenes Apartment zu mieten. Wer jedoch Kosten sparen will, kann sich auch ein Zimmer im Wohnheim nehmen. Hier sollte allerdings beachtet werden, dass die amerikanischen dorms in den Ferien häufig geschlossen sind. Auch, wenn es sich nur um einen Feiertag handelt. Zudem kann es manchmal sein, dass die Assistenz an das dorm geknüpft ist. Im Zweifel muss ein Ersatz für diese Tage gesucht werden.

Mögliche Probleme

Häufig droht man an der Bürokratie des Hochschulwesens oder der Träger zu scheitern. Oft wissen die zuständigen Stellen nicht wie sie mit dem individuellen Fall umgehen sollen. Am einfachsten ist es, wenn man den Stipendiengeber oder den Behindertenbeauftragten um Unterstützung beim Sammeln von Informationen bittet. Inwiefern es dann vor Ort möglich ist an allen Vorlesungen und Seminaren teilzunehmen, hängt von den Voraussetzungen der jeweiligen Hochschule ab.

Hier eine Übersicht der möglichen Services, die es geben kann:

  • Mitschriften von Kommilitionen (diese erhalten für den Service ein Entgelt)
  • auf Antrag können Prüfungszeiten verlängert werden
  • Behindertengerechte Hilfsmittel können repariert oder gewartet werden
  • Sportangebot für Behinderte: für den behinderten Studenten wird ein, auf seine individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes, Sport- und Rehaprogramm erstellt. Die Stunden werden als Unterrichtsstunden verbucht
  • Transportmöglichkeiten für Behinderte: der Transport zum und vom Campus wird hier gewährleistet. Dieser Service stellt eine große Erleichterung dar, da die Mehrzahl der Hochschulgelände sehr groß ist. Auch im Winter kann das Erreichen des Campus für Studierende mit besonderen Bedürfnissen sonst zum Problem werden.

Unter Umständen gibt es auch Wohnheime, die speziell auf die Bedürfnisse behinderter Studenten zugeschnitten und ihnen vorbehalten sind. Allerdings sind diese speziellen Einrichtungen natürlich sehr kostenintensiv und sollten nur gewählt werden, wenn man auch das Geld dafür hat. Zu Beginn des Semesters erhalten die Studenten mit Anspruch auf Betreuung eine Liste mit vorgeprüften Helfern von der Universität. Wer sich also nicht privat darum kümmern möchte, sollte schnell sein. Es gibt an den Hochschulen häufig eine Unterversorgnung an Assistenzkräften. Somit hängt der Studienerfolg natürlich maßgeblich von den Bedingungen der Hochschule ab. Je weniger Stress man mit Zugänglichkeit, Service und Transport hat, umso effizienter kann man natürlich studieren.

Zu guter Letzt bleibt zu sagen, dass man den Auslandsaufenthalt gut abwägen sollte. Kann man ihn finanziell stemmen oder muss man zu große Schulden machen? Eines ist aber sicher: von den Erfahrungen im Ausland profitiert jeder, der sich entschließt den Schritt zu gehen – eine gehörige Poriton Selbstbewusstsein inklusive.

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